Gallensteine

GallensteineViele Menschen alleine in Deutschland, leiden unter dem sogenannten Gallensteinleiden oder der Cholelithiasis. Hierbei handelt es sich um eine „Erkrankung“, bei der sich ein fester kristallischer Gallenstein in der Gallenblase oder im Gallengang gebildet hat. Die Betroffenen wissen dabei oftmals nicht, dass sie einen Gallenstein haben, bis sich dieser einklemmt und somit den richtigen Abfluss der Galle behindert. Sollte dies der Fall sein, können bei dem Patienten recht schnell Koliken und Entzündungen auftreten, die entsprechend Symptome zur Folge haben.

Die häufigsten Symptome für Gallensteins:

  • Bräunlich verfärbter Urin und heller Stuhl
  • Magen-/Druckschmerz im Oberbauch
  • Merklich erhöhte Leberwerte
  • Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit oder Schweißausbrüche
  • Die Gelbsucht

Auslöser und die Entstehung von Gallensteinen

In den meisten Fällen hat die Entstehung von einem Gallenstein genetische Ursachen. Forscher haben dabei herausgefunden, dass dieses Leiden mit der Mutation des Gens ABCG8 zusammenhängt. Dieses Gen ist dafür verantwortlich, die Förderung des Blutfetts Cholesterin in die Gallenwege zu regeln. Wer dabei das mutierte Gen besitzen sollte, bei dem wird entsprechend mehr Cholesterin in die Galle befördert, was dann auf Dauer zu der Bildung von einem Gallenstein führen kann, da der Körper diese übermäßigen Mengen des Stoffes nicht mehr richtig abbauen kann. In diesem Fall werden die Gallensteine als Cholesterinsteine bezeichnet. Jedoch gibt es auch noch andere Entstehungsarten, die beachtet werden sollten. Besonders hierbei zu benennen ist ein Ungleichgewicht in der Galle zwischen den löslichen Stoffen und der Gallenflüssigkeit. Sollte dann noch eine Entzündung in der Gallenblase oder im Gallenweg hinzukommen, kann es zur Steinbildung kommen, indem sich die löslichen Stoffe verbinden und kristallisieren.

Begünstigende Faktoren für Gallensteine

  • Eine Schwangerschaft
  • Der Zustand nach Dünndarmoperationen
  • Diabetes mellitus
  • Ein überhöhter Cholesterinspiegel
  • Störung der Nebenschilddrüsen
  • Fettsucht
  • Fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel
  • Chronische Verstopfungen
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Schnelle Gewichtsabnahme bei zu fettarmer Ernährung

Was tun bei Gallensteinen

Zuerst einmal sollte benannt werden, dass Forscher an einem Medikament und einer Behandlungsmethode arbeiten, um zu verhindern, dass das erwähnte Gen ABCG8 mutiert und somit die Beförderung von Cholesterin in die Galle steigert. Auf diese Art soll auf lange Sicht verhindert werden können, dass sich überhaupt erst ein Gallenstein in der Gallenblase oder dem Gallengang bildet.

Wer jedoch schon einen Gallenstein hat, der wir entsprechend zuerst einmal mit Schmerzmittel und anderem Präparaten wie Antibiotika behandelt. Sobald dann die Symptome wie Übelkeit, Entzündungen oder die Gelbsucht abgeheilt sind, kann der Patient unterschiedliche Behandlungsmethoden wählen. Zu diesen Behandlungsmethoden gehören unter anderem, den Gallenstein bei einem Eingriff zu zertrümmern, sodass die Kleinteile aus der Galle gespült werden können. Außerdem können im Zuge der Lyse die Gallensteine durch Medikamente aufgelöst werden, was zwar etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt aber meist schonender als ein Eingriff ist. Die Lyse bietet sich vor allem für kleinere Gallensteine an. Als Drittes sollte noch die sogenannte Cholezystektomie benannt werden. Bei dieser wird der Stein, sowie die komplette Gallenblase bei einer Operation entfernt. Somit ist zu 100 Prozent gewährleistet, dass der Stein entfernt ist und das Leiden beendet werden konnte. Die Cholezystektomie gilt dabei als Standard bei der Behandlung von Gallensteinen

Hausmittel für die Behandlung von Gallensteinen

Vor allem ein Hausmittel wird bei Gallensteinen empfohlen, und zwar die sogenannte Ölkur. Hierbei ist es nötig, am Morgen auf leeren Magen 125 bis 200 Gramm Olivenöl (hochwertiges Baumöl) mit dem Dotter eines Eis, einem Kognak, der Saft einer halben Zitrone und etwas Zucker zu vermischen. Dieses „Getränk“ sollte dann innerhalb von einer viertel Stunde getrunken werden. Anschließend ist es nötig, sich für eine halbe Stunde auf die rechte Seite zu legen, sodass die Gallensteine ohne Schmerzen in den Darmkanal gelangen und ausgeschieden können. Obwohl sich dieses Mittel schon oft bewehrt hat, gibt es natürlich keine 100-prozentige Garantie, dass auch sicher alle Gallensteine entfernt werden.

Die richtige Ernährung bei Gallensteinen

Wie schon benannt wurde, kann die falsche Ernährung ein Auslöser für die Bildung von Gallensteinen sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich besonders bei einer Erkrankung mit Gallensteinen richtig zu ernähren. Hierzu gehört zuerst einmal, dass fettige Lebensmittel soweit wie möglich vermieden werden. Vor allem tierische Fette sollten vom Speiseplan gestrichen werden. Weiterhin macht es Sinn, kleine Mahlzeiten einzunehmen. Der Grund hierfür ist, dass bei einer großen Nahrungsaufnahme viel Gallenflüssigkeit produziert wird, was zu einer Verschlimmerung des Gallensteins führen kann. Letztlich sollten auf alle blähenden Lebensmittel, wie Bohnen oder Kreuzblütlergemüse verzichtet werden. Diese können nämliche den Druck auf die Gallenblase verstärken, was das Leiden nur verschlimmert.

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Stand: 23. Oktober 2017 6:31 Uhr
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