Was kann die Leber belasten?

Die Leber ist täglich großen Belastungen ausgesetzt, denn sie muss vor allem schädliche Stoffe aus der Blutbahn filtern. Vor allem fettes Essen macht dem Organ schwer zu schaffen, denn das Fett muss dann von der Leber verarbeitet werden. Auch der übermäßige Genuss von Alkohol oder die regelmäßige Einnahme von Medikamenten stellt eine Belastung für das größte Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers dar. Zusätzlich können auch das Rauchen oder Gifte von Schimmelpilzen für eine weitere Belastung der Leber sorgen.




Besonders kritisch ist der regelmäßige Alkoholkonsum zu sehen, gerade Frauen sind hier stark gefährdet. Männer haben zum einen eine größere Leber als Frauen, außerdem ist der Anteil an Muskelmasse meistens höher als der des Fettes. Beim Alkohol spielt es auch eine Rolle, wie häufig und wie viel Alkohol konsumiert wird. Man kann davon ausgehen, dass bei einem viertel Liter Wein oder einem halben Liter Bier täglich keine Leberschäden zu erwarten sind. Auch wenn man am Wochenende einmal mehr Alkohol trinkt, und dafür den Rest der Woche fast überhaupt nichts, ist das in der Regel unerheblich. Wie viel Alkohol jemand verträgt hängt auch maßgeblich vom Körpergewicht ab, ein weiterer Punkt, warum es bei Frauen normalerweise kritischer zu sehen ist.

Ein weiterer Risikofaktor ist eine zu fettreiche Ernährung, vor allem Fast Food kann sich negativ auf die Leber auswirken. Zuviel Fett belastet den für die Bildung der Gallenflüssigkeit zuständige Teil der Leber, in der Folge kommt es zu Blähungen, Verdauungsstörungen oder einem Druckgefühl im Oberbauch. Sogar Stress kann sich auf diesen Bereich des Organs auswirken.

Sollte dieser Zustand länger andauern, kann es auch zu Entzündungen, Krämpfen oder einer Bildung von Steinen im Gallengang kommen, so dass dieser verstopft wird. Gerade Walnussöl ist bekannt dafür, dass es in diesem Fall zu Gallenkoliken führen kann, für den Salat sollte dann nur Olivenöl oder kalt gepresstes Distelöl verwendet werden.

Viele Menschen müssen regelmäßig Medikamente zu sich nehmen, auch diese müssen von der Leber abgebaut werden und gelten somit als große Belastung. Bei regelmäßiger Einnahme bestimmter Medikamente kann es dann zu einer so genannten medikamenteninduzierten toxischen Hepatopathie kommen. Es sind allerdings nicht immer die Medikamente selbst, welche dann zu einer Schädigung führen, sondern die Zwischenprodukte, welche während des Stoffwechselvorganges entstehen.

Vor allem bei Menschen über 50 Jahren kommen Schädigungen der Leber durch Medikamente häufiger vor. Im Grunde kann jedes Medikament die Leber schädigen, da alle Stoffe von der Leber verarbeitet werden müssen, somit stellen auch die freiverkäuflichen, vermeintlich harmloseren Medikamente eine Gefahr dar. Vor allem Schmerzmitel wie Ibuprofen oder Paracetamol, Antirheumatika und Beruhigungsmittel gelten als besonders gefährlich, auch die Einnahme der Antibaby-Pille stellt ein gewisses Risiko dar.



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